Evangelische Jugend Pfalz in der Metropolregion

21. Januar 2019

Neujahrsempfang 2019

Evangelische Jugend Pfalz feiert mit klaren Perspektiven für die Zukunft

Neue Taschen für die Evangelische Jugend

Landesjugendpfarrer Geith

Oberkirchenrätin Wagner

Pascal Wilking, Anna-Lea Friedewald

Hermann Lorenz, Dorothee Wüst

Thomas Heitz, BDKJ

Etwa 150 Gäste fanden sich am vergangenen Samstag, den 19. Januar  im Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim ein, um den traditionellen Neujahrsempfang der Evangelischen Jugend der Pfalz zu erleben.

Der Abend begann um 17 Uhr mit einem Gottesdienst, vorbereitet und durchgeführt von der Evangelischen Jugend Kusel, in der gefüllten Kapelle des Hauses. „Meine Zeit steht in Deinen Händen.“ Das Zitat aus Psalm 31, 16 legte Kevin Höh als gestaltbare Aufforderung für die Evangelische Jugend aus. Zwar habe ein Mensch keinen Einfluss auf bestimmte Lebensereignisse, er müsse sich auch nicht an alle Strömungen anpassen, aber es sei eben nicht egal, wie jede*r die zur Verfügung stehende Zeit fülle und nutze.
Nach dem räumlichen Wechsel in die feierlich hergerichtete Aula des Hauses wurde der im vergangenen Jahr für das Unionsjubiläum entstandene Demokratiefilm gezeigt, der zusammenfasst auf welchen Ebenen und in welchen Gruppen und Bezügen in der Evangelischen Jugend Demokratie gelebt und für Demokratie gekämpft wird.
Die Vorsitzenden der Evangelischen Jugend Pfalz, Anna-Lea Friedewald, Pascal Wilking und Landesjugendpfarrer Florian Geith begrüßten die Gäste und führten durch den Abend.
In ihrem Grußwort betonte Oberkirchenrätin Marianne Wagner, dass die Evangelische Jugend viele Impulse in der ganzen Landeskirche gesetzt hat, Gemeinden kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Die Erwachsenen in der Kirche müssen aber noch mehr zuhören, was Jugendliche wirklich brauchen und Räume schaffen. Sie hoffe, so Wagner, dass die Kirche den Mut habe, auch dort, wo die Basis noch nicht kinder- und jugendfreundlich ist. Sie bedankte sich bei allen, die die Evangelische Jugend Pfalz prägen und ihre Zeit und Liebe einsetzen, um am Reich Gottes mitzubauen.
Für den BDKJ überbrachte der Diözesanvorsitzender Thomas Heitz die Neujahrsgrüße und bedankte sich für die bestehende gute Zusammenarbeit, die sich immer wieder bei verschiedenen Themen zeige. Als aktuelles Beispiel nannte er das gemeinsame Schild für die Häuser und Einrichtungen von Evangelischer Jugend und BDKJ als Raum für Menschenfreundlichkeit – gegen Rassismus, Populismus und Sexismus“.
Florian Geith erläuterte im Anschluss, dass die Evangelische Jugend nach den Jahren der Feierlichkeiten jetzt die Zeit nutze, zu sortieren und die von der Landessynode geforderten Perspektiven bis zum Jahr 2025 zu entwickeln.
Dabei stellte er die Bedeutung des Kugelkreuzes als Zeichen für Evangelische Jugendarbeit in seiner historischen Bedeutung und dem überarbeiteten Design in den Mittelpunkt: In der Zeit des Hitlerfaschismus, erläuterte Geith, wurde das Kugelkreuz Ausdruck dessen, was die Bekennende Kirche in der zweiten Barmer Theologischen Erklärung wie folgt formulierte: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als gäbe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heilung durch ihn bedürften“. In diesem Sinne sei das Kreuz auf der Weltkugel nach dem Krieg zum Symbol der Evangelischen Jugend Deutschlands geworden. Das Bild drücke bis heute den Doppelcharakter Evangelischer Jugendarbeit aus. Mit dem Kreuz werde unmissverständlich deutlich, dass es sich um einen christlichen Jugendverband handelt. Mit der Weltkugel werde gesagt, dass die Zuwendung Gottes nicht nur für mich persönlich, für meinen Glauben und für meine Erlösung gelte, sondern für diese Welt, für alle Menschen.  Das Kreuz und die Welt sind Erkennungszeichen der Evangelischen Jugend Pfalz. Und der Erdkreis sei, so betonte Geith, auf dem neuen Symbol nicht geschlossen, sondern offen.
Mit einem fantastischen Buffet verwöhnte das Küchenteam des MBH in gewohnt hoher Qualität nach den Beiträgen das bunte Volk des Neujahrsempfangs. Noch lange bis in die Nacht hinein saßen vor allem die jungen Gäste, die sich eigens zum Neujahrsempfang ein Zimmer im MBH gesichert hatten, in der Aula und sponnen bestimmt auch die eine oder andere neue Idee für die Evangelische Jugend Pfalz.