Evangelische Jugend Pfalz in der Metropolregion

20. Juli 2016

Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog besuchte das Landesjugendpfarramt

(v.l.n.r.) Landesjugendpfarrer Florian Geith, Jugendreferent Joachim Bäcker, Sakda Stenzhorn, MdB Gustav Herzog, Denise Leonhardt, Julius Stegmann, Grundsatzreferent Ingo Schenk

Am 19. Juli traf sich das Mitglied des Bundestags (MdB) Herzog (SPD) mit jugendlichen Dorfraum-Pionieren und Mitarbeitenden des Landesjugendpfarramtes in demselben in Kaiserslautern. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Dorfforschung im Rahmen des Projektes „Dorf-Leben“ in Obermoschel, Lauterecken, Weilerbach, Kollweiler und Alsenbrück-Langmeil. 

An seine eigene Jugend erinnert, in der er unter anderem bei der Evangelischen Jugend engagiert war und die geprägt war durch den „Kampf“ um selbstverwaltete Jugendräume, interessierte sich Herzog besonders für das LEADER-Projekt „Dorf-Leben - Qualifizierung Jugendlicher als Dorfraum-Pioniere“. 

Das lebendige Gespräch beeindruckte durch das Interesse Herzogs an der Sache und durch die Beiträge der Jugendlichen. So stand beispielsweise die Frage im Raum, wie das Smartphone zwar einerseits die Erreichbarkeit erhöhe, aber zugleich auch wiederum die Aufmerksamkeit etwa bei Treffen einschränke, da die Aufmerksamkeit auf neue Nachrichten gerichtet sei. Auch verhindere dies, sich in der Dorföffentlichkeit zu treffen.

Neu und interessant waren für Herzog der Begriff der „Sostalgie“ und die Idee einer „Willkommenskultur für Neubürger“. Sostalgie beschreibt das Heimweh, welches man hat, obwohl man zuhause ist, was man auch mit nostalgischen Erinnerungen an vergangene Zeiten beschreiben kann.
Die Willkommenskultur bezieht sich auf ganz konkrete Rituale und gemeinsame Erfahrung, wie etwa einer „Einbürgerung“ der Neubürger, in der sich dann auch eine gemeinsame und erzählbare Geschichte zwischen Alt- und Neubürgern ergibt.

Als sehr bereichernde Zusammenkunft von allen Anwesenden bewertet hinterließ Herzog das Angebot, sich in zwei Jahren nochmal zu treffen, um gegenseitig die Erfahrungen bezüglich der Weiterführung mit den Dorfentwicklern zu besprechen, die bis dahin gemacht wurden.